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Viele Ideen für die Zukunft
Verantwortliche der Andernacher Nachbarschaften tagten im Ratssaal
Zum halbjährigen Treffen der Amtfrauen- und männer der Andernacher Kernstadtnachbarschaften und Mitgliedern ihrer Schöffenstühle hatte die Stadt den Ratssaal zur Verfügung gestellt. Das alles überlagernde Thema war: Was müssen die alterwürdigen Andernacher Nachbarschaften bewegen, damit auch in Zukunft diese großartigen Einrichtungen zeitgemäß und überlebensfähig bleiben.
Nach der Eröffnung durch den Oberamtmann Herrn Dr. Wolfgang Nix und einem stillen Gedenken mit Gebet für den kürzlich verstorbenen ehemaligen Amtmann der Eisengassen Nachbarschaft, Herrn Dieter Neuhaus, und der Vorstellung der 3 neuen Amtmänner, Herrn Rolf Lorenz für die Schafbach-Nachbarschaft, Herrn Jürgen Altenhofen für die Obere Kirchstraßen-Nachbarschaft und Herrn Veit-Michael Saul für die Steinweger-Nachbarschaft, setzte eine lebhafte Diskussion ein, was zu tun ist um die 17 Kernstadtnachbarschaften, mit ihren ca. 3000 Mitglieder, zukunftsfest zu machen.
Die Themen bewegten sich um die Werbung neuer Mitglieder, um gemeinsame Veranstaltungen wie Bürgerball oder ein gemeinsames Fest im Schlossgarten. Ein besonderes Anliegen, dies verspürte man bei den lebhaften Diskussionen, war bei allen das Thema einer stärkeren Einbindung Kinder und Jugendlicher in das Nachbarschaftsgeschehen. Das dies natürlich nicht bei dem Procedere des traditionellen Gelogs erfolgen kann, darüber waren sich alle einig. Aber die beim 2. Teil des Gelogs fast immer stattfindende Fidelitas setzt hier viele Möglichkeiten frei, die ja auch von verschiedenen Nachbarschaften schon erfolgreich genutzt werden. Eine Brücke von Alt zu Jung muss aber unbedingt gebaut werden, um die Überalterung der Nachbarschaften abzufedern.
Für Oberamtmann Dr. Wolfgang Nix ist es ein Herzens-anliegen, dass alle 17 Andernacher Nachbarschaften wieder ein Protokollbuch führen, das dann für die nachfolgenden Generationen wieder zu einem un-schätzbaren Fundus wird. Gerade die bei den Gelogen vorgetragenen Berichte, was passierte vor 50-, was vor 100- Jahren oder noch früher? sind für die auf Tradition ausgerichteten Nachbarschaften sehr bedeutend.
Die Versammlung einigte sich, dass eine Gruppe von 8 Amtmännern bald die angerissenen Themen kanalisiert und weiter durchdiskutiert, um dann Arbeitsvorlagen für kurz- bis mittelfristige Programme zu erarbeiten. Es sollte ein Mix aus Brauchtum und Moderne werden. Die Vorstellung der Nachbarschafts-Verantwortlichen: Gemeinsam Ziele erarbeiten und dabei auch neue Wege gehen, um die Nachbarschaften zukunftsfähig zu machen. In der 2. Jahreshälfte könnte dann der nächsten Amtmännertagung eine Planung vorgestellt werden, die evtl. ab 2013/14 als Programm umgesetzt wird.
Heinz Wessels
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